Über die Pflege von Engelstrompeten




Engelstrompeten sind wunderschöne Kübelpflanzen an der sich immer mehr Gartenbesitzer erfreuen. Wurden sie vor vielen Jahren recht stiefmütterlich behandelt, erleben sie jetzt – bedingt durch das bessere Verständnis der Kulturbedingungen – eine wahre Renaissance. Nicht zuletzt, haben die vielen Neuen und attraktiven Sorten der Brugmansia dazu beigetragen.


Herkunft

Die Pflanze kommt ursprünglich aus Südamerika. Es gibt 6 verschiedene Arten und 2 natürliche Hybridformen. Eine der Hybridformen (B. x candida) ist besonders hübsch, da sie gefüllte Blüten hervorbringen kann.

Botanik

Der botanische Name dieses Nachtschattengewächses war lange Zeit nicht gefestigt. Zunächst Brugmansia (nach dem Naturkundler Prof. S. J. Brugmans). Dann wurden Sie mit der krautig wachsenden Datura zusammengefasst. Heute hat sich wieder der Name Brugmansia durchgesetzt.

Die Datura ist eine meist einjährige Pflanze. Sie stammt aus Mexiko und unterscheidet sich von der Engelstrompete grundlegend. Die Blüten dieser Pflanze wachsen aufrecht, d. h. der Kelch ist nach oben gerichtet. Es gibt die Datura in verschiedenen Farben wie weiß, gelb und sogar in lila. Nach der Blüte – die meist nur 2 Tage währt – bildet sich die Frucht. Die Früchte der Datura sehen aus wie kleine bestachelte Äpfelchen. Daher auch der deutsche Name „Stechapfel“. Mann kann das Gewächs über Samen vermehren und erhält erbgleiche Pflanzen.

Die Engelstrompete ist die weit aus attraktiverer Pflanze. Sie wächst aufrecht und kann eine stattliche Höhe erreichen. Daher wird sie mancherorts als Trompetenbaum bezeichnet. Ihre Blüten sind trichterförmig. Je nach Art stehen die Blüten waagerecht bis senkrecht. Es gibt sie in vielen Farben von unterschiedlichen Rosatönen bis rötlich, orange, gelb, und natürlich weiß. Auch die Form ist bei fast jeder Sorte unterschiedlich. In den vergangenen Jahren wurden viele wunderschöne neue Sorten gezüchtet, die dem Gartenfreund die Auswahl oft schwer machen.

Pflege

Die Brugmansia ist eine Pflanze, die viel Pflege benötigt. Bei guter Pflege wird sie Ihnen mit ihrem überschwänglichen Blütenflor danken. Wichtig ist, dass bei der Pflanzung eine gute Kübelpflanzenerde verwendet wird. Der Topf sollte nicht zu groß gewählt werden. Möchte man sein Gewächs im Garten auspflanzen, empfiehlt es sich, die Pflanze in dem Topf zu lassen und dort einige große Löcher hinein zu bohren, damit die Wurzeln dort austreten können. Beim ausgraben im Herbst, kann man die Wurzeln mit einem Spaten abstechen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist die Düngung. Engelstrompeten sind sogenannte Starkzehrer.

Das verwundert nicht, wenn man sich das Wachstum und die Masse der Blüten ansieht, die sie produziert. Spezielle NPK-Nährsalze haben sich bestens bewährt, da sie in der Dosierung recht einfach sind. Im Frühjahr ist ein wachstumsbetonter Dünger zu geben. Etwa Mitte Juni sollte man dann mit einem Blühdünger fortfahren. Drei mal pro Woche sollte mit ca. 2-3 Gramm Nährsalz gedüngt werden.

Standort

Der optimale Standort ist ein halbschattiges Plätzchen. Einige Sorten, wie z.B. das Engelsglöckchen, der Wandervogel oder die Mobisu, bevorzugen eher einen schattigen Standort. Viele Sorten tolerieren aber auch erfahrungsgemäß einen sonnigen Platz.

Überwinterung

Da die Pflanzen aus Südamerika kommen, sind sie dem dortigen Klima angepasst und müssen bei uns vor dem ersten Frost in das Winterquartier gebracht werden. Dabei gilt als Faustregel: dunkel und kühl (ca. 5-7 °C) bzw. hell und warm (ca. 15 °C). Einige Sorten müssen wärmer überwintert werden als andere. Am besten fragen Sie gleich beim Kauf danach. Während der Überwinterung nur mäßig gießen. Weniger ist „mehr“. Die Gefahr, dass die Wurzeln faulen ist dann geringer.

CAVE

Engelstrompeten sind Nachtschattengewächse und enthalten Alkaloide. Brugmansien enthalten besonders viel davon und sind somit in allen Teilen giftig. Dennoch braucht man keine Angst zu haben, wenn man mit dem Pflanzensaft in Berührung kommt. Gründliches Händewaschen reicht. Aufpassen sollte man bei kleinen Kindern und Haustieren.

 

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